THE SHAMANS TREE
THE SHAMANS TREE

2016

Archetypen und das heilige Pfeifenritual

Bei vielen schamanischen Reisen begegnet einem die eigene Seelenlandschaft als Märchenwelt. In dieser inneren Seelenlandschaft tauchen viele Archetypen auf. Darunter sind Königinnen wie Bettler, Hexen wie Narren, Prinzessinnen wie Krieger und viele mehr. Alle diese Wesen sind außergewöhnliche Informationsträger mit wichtigen Botschaften für sich selbst. Sie stehen für die eigene Entwicklung, für echte Bedürfnisse, für tiefe Reifeprozesse, für unerfüllte Wünsche, für blinde Flecken, für erkannte, bzw. unerkannte Heilungswege. Mittels Leitarchetypen kann man hier einen Einblick in die eigene Seelen-Märchenwelt bekommen und tiefe Prozessarbeit bewusst gestalten.

In unserer letzten Veranstaltung des Jahres am 17.12 näherten wir uns schrittweise den Archetypen. Wir sahen uns ihre Bedeutung und Verwendung in der Philosophie, Psychologie, Theaterwissenschaft sowie in alternativen Heilformen an.  Mittels schamanischen Techniken fanden wir heraus, welche Aufgaben bei einem selbst anstehen, welche Atrribute mehr beachtet, welche weniger stark ausgelebt werden sollen. Ein selbst entworfenes Kunstwerk auf Holz rundete diesen ersten Teil des Abends ab. Im zweiten Teil führten wir unser alljährliches Pfeifenritual samt seinen Geschichten durch. Wir konnten  gemeinsam im Kreis Danke sagen, sowie Heilenergien und den Segen des großen Geistes empfangen. Das heilige Pfeifenritual ist eines der sieben heiligen Riten des Volkes des Lakota aus dem Nordwesten der USA. Es wurde uns geschenkt und wir dürfen es auf unsere Art mit dem Segen dieser Indianer und der Spirits  durchführen. 

Schamanismus und das

innere Kind (Teil II)

Am 29.10 widmeten wir uns in einem zweiten Teil dem inneren Kind. Das innere Kind ist ein wichtiger Seelenanteil in uns. Es steht für die eigene Vergangenheit und ist gleichzeitig ein  Seelenglied unserer Wurzel. Es ist ein Teil unserer eigenen Entwicklung. Leider wird das innere Kind oft vernachlässigt oder nicht beachtet. In diesem Fall kränkelt und sabotiert es auf vielen Ebenen mein Leben. Im schamanischen Sinne ist das innere Kind ein direkter Zugang zu meinem Lebensweg. Es kann somit ein wunderbarer Rat- und  Hinweisgeber, sowie "Freund" werden. Im fortgeschritten, vollkommen entwickelten Zustand kann man es als "göttliches Kind" bezeichnen, welches einem die wunderbare Kraft und Liebe des Kosmos zu Teil werden lässt. Mit einfachen und doch sehr tiefgehenden schamanischen Methoden fanden wir unser inneres Kind, bauten eine neue Beziehung auf und umsorgten es. Wir fanden einen beidseitig respektvollen Zugang und durften seine wunderbaren Botschaften, die allesamt unsere unterdrückten Bedürfnisse betreffen, anhören. In Zukunft kann jeder diese neue und alte Freundschaft  (zu sich selbst weiter) pflegen. 

VISION QUEST

Die klassische Vision Quest (Visionssuche) stammt von den Natives aus Nordamerika. Doch man findet sie in Abwandlungen weltweit wieder.   Nur mit dem Nötigsten und ohne Nahrung ging der junge Krieger von seinem Stamm für mehrere Tage weg und hoffte auf den Ruf der Spirits. Dieser Ruf konnte sehr überwältigend sein und ihm seine Lebensaufgabe(n), Totem(s) und viele weitere Dinge offenbaren. Die Zeit in der Wildnis war immer eine Zeit der Entbehrungen und Reduzierungen (Schlaf, Nahrung, ...). Sie war oft mit körperlichen wie seelischen Schmerzen verbunden. Doch nicht selten mündeten seine Erfahrungen in einer tiefen Berührung, einer  Vision, die zu dem Leitstern seines Lebens wurde.

 

Von Freitag, 29. Juli bis Samstag, 30. Juli führten wir ebenfalls eine Vision Quest durch. Eine  „heilige“ Zeit zwischen sich, den Spirits und dem Kosmos konnte sich entfalten. Nach der  Vorbereitung verbrachte jeder eine Nacht und einen Tag im Wald. Jede Vision Quest ist einmalig und so waren auch die Erfahrungen der Teilnehmer sehr verschieden. Alle tauchten auf ihre Art in das Netz des Kosmos, verbanden sich mit ihren eigenen Spirits und erlebten eigene Prüfungen sowie die beseelte Natur. Alle kämpften mit den Reduzierungen aus Schlafmangel, Nahrungsmangel, Kälte, usw. Am nächten Nachmittag schloss sich die Reflexion an. Außerdem wurde jedem die Chance gegeben, einen neuen Namen von den Spirits geschenkt zu bekommen. Am Lagerfeuer erzählte jeder zum Abschluss seine Vision Quest als Heldenmythos wieder. Nun bleibt die schwierige Aufgabe, die neuen Erkenntnisse in den Alltag zu transportieren. 

 

Mit dieser Veranstaltung klang ein besonderer  Shamans-Tree-Sommer samt seinem 10-jährigem-Bestehen auf verzauberte Art und Weise aus.

Die Kraft der Pflanzen

Am 18. Juni durften wir mit dem Experten Martin einen Tag zum Thema Schamanismus und Pflanzen erleben. Wir traten dazu mit den Devas (den Spirits der Pflanzen) in Kontakt. Martin führte zu Beginn fachkundig in den Hintergrund ein und ging dazu unter anderem weit in den Stammbaum des Lebens zurück. Zentrale Botschaft war dabei, dass Pflanzen und Menschen verwandt sind und sie außerdem unser Leben grundsätzlich erst ermöglichen.

Zahlreiche Übungen und Reisen schlossen sich an, um die schamanische Kraft der Pflanzen direkt zu erfahren. Wir nahmen uns viel Zeit, um unsere persönliche Kraftpflanze zu suchen und kennen zu lernen, denn Pflanzenschamanismus erfordert viel Geduld. Ähnlich dem Krafttier ist die Kraftpflanze ein sicherer und wohlwollender Begleiter für die eigene Entwicklung. Umrahmt wurde dieser Tag von wertvollen Aufgaben in der Umgebung und im Wald. An dieser Stelle wollen wir uns bei Martin für diesen tiefen und besonderen Tag bedanken und hoffen, er wird das Thema mit uns weiter vertiefen.

10 Jahre THE 

SHAMANS TREE

Neue Weihe und Übungen am MEDIZINRAD

Jedes Medizinrad ist ein Steinkreis und mam kann sie weltweit in allen schamanischen Kulturen finden. Auch die Keltenschanzen in Süddeutschland kann man als Medizinräder bezeichnen. Es ist ein Spiegel für den Kosmos und gleichzeitig für die eigene Seele. Das Medizinrad verbindet beide; es ist eine wunderbare Möglichkeit zu sich, zur eigenen Mitte und gleichzeitig zur den Mitmenschen, zum Leben und zum Kosmos zu finden. Mittels der Mitte, den vier Himmelsrichtungen und einigen besonderen Steinen kann man nahezu unendliche Möglichkeiten der Kraft- und Erkenntnisgewinnung finden. Dafür muss man nicht alle Bedeutungen kennen, sondern sich lediglich mit einer gezielten Absicht und seinen Spirits ins Rad begeben.

 

Unser Medizinrad erhielt am 07. Mai einen neuen Platz. Am Vormittag fanden sich einige fleißige Helfer ein und bereiteten den Platz vor. Am Nachmittag erfuhren wir Hintergründe und weihten feierlich das neue Medizinrad ein. Übungen, die die Kraft und Heilmöglichkeiten des Rades aufzeigten, bildeten den Rahmen dieses außerturnusmäßigen Tages, der anlässlich zum kleinen Jubiläum zu 10 Jahre THE SHAMANS TREE stattfand. Darüber hinaus dürfen sich alle Freunde des  Shamans Tree eingeladen fühlen, das Medizinrad selbst zu besuchen und zu erkunden. 

Ritual zum „Wassermann-Zeitalter“

Am 23. April besuchten uns Petra und Christof aus Baden Württemberg. Die erfahrenen schamanisch Tätigen  führten uns durch das tiefe  Ritual zum „Wassermann – Zeitalter“. Zunächst begegneten wir "Aquarius", dem Vertreter dieses neuen "Goldenen Zeitalters". Wir erhielten Herzensbotschaften und erfuhren mehr über dieses bereits angebrochene neue Zeitalter samt seinen Aufgaben für uns. Wir erkannten, wie eng dieses Thema mit unserem eigenen spirituellen Weg verbunden ist. Höhepunkt war der Besuch eines Wasserfalls in unserem Kraftortareal. Dort erfuhren wir in einem tiefen und zeitlosen Ritual Transformation und Heilung. 

An dieser Stelle wollen wir uns herzlich bei Petra und Christof für diesen wunderschönen und wertvollen Tag  bedanken und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen.       

 

Zeit und Reinkarnation

Von Freitag (18.03) bis Sonntag (20.03) wurden die Fragen "Was ist Zeit?" und "Spielt das Leben VOR dem Tod eine Rolle?" im Allgäu behandelt. Schamanisch gesehen spielt für die Heilung und Entwicklung tatsächlich nur das Jetzt eine Rolle. Doch natürlich nimmt man seine Erfahrungen und auch Verletzungen aus der Vergangenheit immer in dieses Jetzt mit. Diese können weitreichende Auswirkungen haben.

Im ersten Teil dieses Workshops führten wir einige schamanische Übungen zu Zeit durch und begaben uns auf unseren ureigenen Seelenpfad. Wir setzten "Samen" für die Zukunft, begegneten dem "Wächter der Zeit" und versöhnten uns mit Teilen der Vergangenheit. Im zweiten Teil betrachteten wir das Thema Reinkarnation aus allgemeiner und schamanischer Sicht. Wir führten eine überlieferte schamanische Technik durch und heilten ein Szenario, welches uns die Spirits zeigten, gänzlich ohne Manipulation.  Respekt vor allen Zeitlinien sowie das wichtige Verzeihen, Loslassen und Annehmen all dieser Begegnungen standen dabei im Mittelpunkt.

Ein gelungenes Wochenende, welches viele Erkenntnisse und Aha-Effekte mit sich brachte.

"THE BIG 5"

Sich und andere Menschen schamanisch begleiten

Am 18. Februar gingen wir der Frage nach, wie man gezielt anderen Menschen auf  schama-nische Art helfen kann. Im ersten Teil betrach-teten wir dabei das "ABC" der Begleiterregeln, die jeder für sich kritisch prüfen und in seine Arbeit nach eigenem Verstand, Herz und Gewissen integrieren sollte. Wir sahen uns somit rechtliche, psychologische und schamanische Anhaltspunkte an, wie eine Begleitung gezielt und dennoch mit sehr viel Freiraum für alle Seiten ablaufen kann. Sowohl der freie Wille des Klienten, als auch die wichtigen Eingebungen der Spirits sollen dabei in einem Einklang stehen. Der Begleiter nimmt sich sehr zurück, gibt keine eigenen Ratchläge, erzählt nur die Essenz seiner Reisen; er arbeitet rein als "hohler Knochen".  

"The BIG 5" bildete den zweiten Teil des Abends. Es ist eine einfache Methode, die unter anderem auf keltischen Schamanismus, dem einfachen Bild der Hand und einem ineinander verzahnten, schrittweisen Vorgehen beruht. Eine genauere Beschreibung würde leider den Rah-men dieses Fensters sprengen.   

SPIRIT CANOE, ein Ritual des Universums

Auch dieses Jahr starteten wir mit dem Spirit Canoe, dem "Geisterboot". Am 23. Januar führten wir dieses tiefe Ritual durch, welches u.a. auf die Pomo-Natives an der Westküste Nordamerikas zurückgeht. Was geschieht hier? Man reist gemeinsam mit einem (geistigen) Boot in die Nichtalltägliche Wirklichkeit und wird von seinen Spirits begleitet. Jeder hilft als schamanisch Tätiger und jeder darf einmal in die Mitte. Ein im wörtlichen Sinne bewegendes Ritual, welches neue Einsichten, Visionen und Energien schenken kann. Extrakte können gehen, Seelenanteile können kommen, Initiationen dürfen empfangen werden. Die Bandbreite des Spirit Canoe scheint nahezu unendlich und ist eben universal. Voller Dankbarkeit schauen wir zurück: auch wir durften viele Geschenke empfangen, andere begleiten und insgesamt ein sehr tiefes Ritual erleben.

 

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© Cecilia & Chris